Sensationsfund

130 Millionen Jahre alt: Feuerwehr birgt Riesen-Fossil auf Ibiza

© Instagram
Ein spektakulärer Fund auf Ibiza sorgt für Staunen: In einer abgelegenen Felslandschaft entdeckte ein Wanderführer einen riesigen versteinerten Meeresbewohner. Der Fund ist schätzungsweise 100 bis 130 Millionen Jahre alt und stammt aus der Zeit der Dinosaurier.
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Weil das Fossil rund 40 Kilogramm wiegt und an einer schwer zugänglichen Stelle lag, musste sogar die Feuerwehr zu einer ungewöhnlichen Bergungsaktion ausrücken.

Entdeckt wurde der außergewöhnliche Fund bereits im Sommer in der Nähe der Bucht Cala d’Aubarca im Norden der spanischen Ferieninsel. Carlos Bermúdez, der hinter dem Instagram-Kanal "Ibiza Sin Filtro" steht und als Wanderführer unterwegs ist, stieß bei einer seiner Touren auf den versteinerten Meeresbewohner.

Zunächst schenkte er dem Fund keine besondere Aufmerksamkeit. Erst bei einem zweiten Blick erkannte er die außergewöhnliche Größe des Fossils. Anschließend kontaktierte er einen Geologen, der die Bedeutung des Fundes einschätzte und eine Bergung vorschlug.

Fossil stammt aus der Zeit der Dinosaurier

Bei dem Fund handelt es sich um einen sogenannten Ammoniten. Diese ausgestorbenen Meerestiere gehörten zu den Kopffüßern und waren damit mit heutigen Tintenfischen und Kraken verwandt. Anders als diese besaßen sie jedoch eine äußere, meist spiralförmige Schale.

Der auf Ibiza entdeckte Ammonit stammt aus der Kreidezeit und soll zwischen 100 und 130 Millionen Jahre alt sein. Sein Durchmesser beträgt rund 30 Zentimeter. Besonders bemerkenswert ist laut dem Geologen Luis Alberto Tostón der gute Erhaltungszustand. Zwar sind Ammoniten in den Gesteinsformationen Ibizas keine Seltenheit, ein Exemplar dieser Größe und mit einer derart gut erkennbaren Struktur sei dort aber außergewöhnlich.

Feuerwehr muss Fossil aus Felsen bergen

Die Bergung war alles andere als einfach. Der versteinerte Meeresbewohner lag in einem steilen und schwer zugänglichen Gelände nahe Cala d’Aubarca. Ein gewöhnlicher Abtransport war dort nicht möglich.

Am 26. Oktober rückte deshalb die spezialisierte Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr von Ibiza an. Mit Seilen, Sicherungstechnik und einer Trage gelang es den Einsatzkräften, den schweren Gesteinsblock aus dem unwegsamen Gelände zu transportieren.

Das Gestein rund um den Ammoniten wiegt etwa 35 bis 40 Kilogramm. Die Aktion erforderte eine genaue Planung und den Einsatz von Spezialausrüstung.

Jetzt wird der Millionen-Jahre-Fund ausgestellt

Der Entdecker wollte das Fossil nicht privat behalten. Für ihn gehört es zum Naturerbe der Insel. Deshalb wurde es der Universität der Balearen (UIB) übergeben.

Dort ist der Ammonit mittlerweile Teil einer geologischen Ausstellung über Ibiza und Formentera. Die Sammlung soll auch als Grundlage für ein künftig geplantes Geologiemuseum dienen.

Der Fund soll künftig Besuchern und Schulklassen zeigen, wie die Region vor Millionen Jahren aussah. Denn lange bevor Ibiza zu einem beliebten Urlaubsziel wurde, befanden sich die Gesteinsschichten der Insel teilweise unter Wasser. Der riesige Ammonit ist damit ein außergewöhnlicher Zeuge aus einer längst vergangenen Meereswelt.

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