Die EU plant eine Reform, die den Zugang zu Bargeld erleichtern und gleichzeitig für mehr Transparenz bei Bankomatgebühren sorgen soll. Besonders Menschen in ländlichen Regionen könnten davon profitieren.
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Weil immer mehr Bankfilialen schließen und Geldautomaten verschwinden, wird es vielerorts schwieriger, an Bargeld zu kommen. Künftig sollen deshalb auch Supermärkte, Bäckereien und andere Geschäfte eine zusätzliche Möglichkeit bieten.
Bis zu 150 Euro ohne Einkauf
Nach den bisherigen Plänen sollen Kunden künftig in teilnehmenden Geschäften bis zu 150 Euro Bargeld abheben können, ohne dafür etwas kaufen zu müssen. Die Auszahlung könnte beispielsweise durch eine Bankomatkarte und die dazugehörige PIN bestätigt werden.
Allerdings soll das Angebot freiwillig bleiben. Kein Händler wird verpflichtet, Bargeld auszuzahlen. Außerdem hängt die Möglichkeit davon ab, ob sich ausreichend Bargeld in der Kassa befindet.
Mehr Transparenz bei Bankomatgebühren
Auch bei klassischen Bankomaten sind Änderungen vorgesehen. Kunden sollen künftig bereits vor der endgültigen Bestätigung einer Abhebung über sämtliche anfallenden Gebühren informiert werden. Das gilt insbesondere für Automaten fremder Betreiber. Auch mögliche Wechselkursaufschläge bei Abhebungen in Fremdwährungen sollen klar ersichtlich sein.
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Damit sollen Konsumenten besser entscheiden können, ob sie die Transaktion tatsächlich durchführen oder lieber abbrechen möchten.
Kommt Gesetz schon 2027?
Die EU-Institutionen hatten sich bereits Ende November 2025 vorläufig auf neue Vorschriften für Zahlungsdienste verständigt. Das Gesetzgebungsverfahren ist allerdings noch nicht vollständig abgeschlossen - ein Inkrafttreten ist aber bereits 2027 möglich. Bis die neuen Bestimmungen endgültig beschlossen sind und verbindlich gelten, bleiben die bisherigen Regeln in Kraft.
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