Raubzug
500.000-€-Juwel weg: Nach diesen Kunstdieben sucht nun die Polizei
Zwei Kunstdiebe haben am Donnerstagnachmittag ein Ausstellungsstück aus dem Museum für angewandte Kunst (MAK) in der Wiener Innenstadt gestohlen. Die Polizei bestätigte der APA am Abend entsprechende Medienberichten zum Tatort. Demnach sollen die beiden Männer als Besucher in das Museum gekommen sein, in dem gerade die Ausstellung "Glanzstücke" teils mit Preziosen von Van Cleef & Arpels gezeigt wird.
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"Sie schlugen dann eine Glasvitrine ein", teilte Sprecherin Anna Gutt der APA mit. Dabei dürften sie genau gewusst haben, welches Stück sie mitnehmen. Der genaue Wert des Schmuckstücks war noch unklar, er soll aber sehr hoch sein. Die Fahndung nach den flüchtigen Verdächtigen war am Abend noch im Gang. Auch ein Personenspürhund wurde eingesetzt.
"Sie verhielten sich wie normale Besucher"
Die beiden Männer dürften das Museum gegen 14.00 Uhr betreten haben. "Sie verhielten sich wie normale Besucher", sagte Gutt. In der Folge kam es zu der Tat. Laut Gutt beobachteten auch Zeugen die Täter dabei. Sie sprach am Abend davon, dass das Landeskriminalamt derzeit wegen räuberischen Diebstahls ermittle.
Lichtbilder der Tatverdächtigen wurden gesichert. In der Nacht veröffentlichte die Polizei Beschreibungen der beiden Männer, die in unbekannte Richtung geflüchtet waren. Es handle sich um 170 bis 175 Zentimeter große Männer mit schlanker Statur, dunklen Haaren und dunklem Bart, schwarzer Oberbekleidung sowie dunklen Turnschuhen mit weißer Sohle.
MAK bleibt geöffnet, "Glanzstücke" nicht
Die Ausstellung "Glanzstücke" vereint "einzigartige, selten gezeigte Objekte aus der MAK Sammlung mit Juwelierskunst aus der 120-jährigen Geschichte des Traditionsunternehmens (Van Cleef & Arpels, Anm.) für Haute Joaillerie, das 1906 auf der Pariser Place Vendôme gegründet wurde", heißt es auf der Homepage des Museums. Gezeigt werden demnach rund 500 Exponate, mehr als 300 von Van Cleef & Arpels und über 200 aus der Sammlung des MAK.
Täterbeschreibung:
- 170-175 cm groß
- Schlanke Statur
- Dunkle Haare
- Dunkler Bart
- Schwarze Oberbekleidung
- Dunkle Turnschuhe mit weißer Sohle
Das Museum bleibt mit Ausnahme der betroffenen Ausstellung geöffnet, teilte das MAK am Abend per Aussendung mit. Man gehe aber davon aus, dass auch diese in Kürze wieder für Besucherinnen und Besucher zugänglich sein wird. Dank der Sicherheitskräfte und der Polizei habe der Vorfall unter Kontrolle gebracht werden können, niemand sei zu Schaden gekommen.
In der gesamten Innenstadt waren bis in den Abend hinein zahlreiche Einsatzkräfte aufgrund der Fahndung nach den Verdächtigen unterwegs. Auch die Kulturgutfahndung des Bundeskriminalamts wurde bereits eingeschaltet. Sachdienliche Hinweise werden an das Landeskriminalamt unter der Telefonnummer 01-31310-38200 erbeten.
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