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Revitalisierung

Geförderter Wohnbau: Umbauen statt neu bauen

Runde Gasometer-Gebäude in Wien mit modernem Anbau und blauem Himmel im Hintergrund.
© Getty Images
Wenn ein Spital, eine Kaserne oder ein Industriegebäude zum Wohnhaus umgebaut wird, dann ist oft ein gemeinnütziger Bauträger am Werk. Für Mieter und Käufer bedeutet das leistbaren Wohnraum in historischem Ambiente.
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Ein bestehendes Gebäude zu sanieren und umzubauen ist meist umweltfreundlicher als es abzureißen und ein völlig neues Gebäude zu errichten. Und bei denkmalgeschützten Gebäuden ist ein Abriss ohnehin undenkbar. Revitalisierung ist inzwischen zum Bautrend geworden und zahlreiche Gebäude in ganz Österreich wurden bereits in modernen Wohnraum umgewandelt. Wer in einem revitalisierten Gebäude wohnt, genießt ein außergewöhnliches Ambiente bei meist leistbaren Preisen. Denn oft werden diese Wohnungen als Genossenschaftswohnungen vermietet oder verkauft.

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Aus Gasometer wird Wohnraum

Das bekannteste und vielleicht auch aufwändigste Projekt sind wohl die Gasometer in Wien: Die vier riesigen Gasbehälter aus dem Jahr 1896 standen seit den 1980er-Jahren beinahe ungenutzt als Industriedenkmäler unter Denkmalschutz, bis sie zur Jahrtausendwende völlig umgestaltet wurden. Heute beinhaltet der Komplex rund 600 Wohnungen, ein Studentenheim, Büros, Geschäfte, Restaurants, eine Veranstaltungshalle, ein Kino sowie Tanz- und Musikstudios.

Historisches Spital wird zum neuen Stadtquartier

Das historische Otto-Wagner-Spital mit seinen denkmalgeschützten Jugendstil-Pavillons wird seit 2023 umfassend saniert und adaptiert. In fünf der sanierten Pavillons wurden 2025 insgesamt 84 Senioren-Mietwohnungen fertiggestellt, die allesamt das Gefühl vermitteln, in einem Denkmal zu wohnen. Daneben entstehen derzeit auf dem weitläufigen Areal ein Studentenheim und weitere Wohngebäude.

Auch das Areal des ehemaligen Sophienspitals im 7. Wiener Gemeindebezirk wurde zum Stadtquartier, dem "Sophie 7", umgebaut. Historische Gebäudeteile blieben erhalten, daneben wurden mehrere Neubauten errichtet. Insgesamt konnten dadurch 222 geförderte Wohnungen entstehen.

Die Kirche am Steinhof in Wien mit goldener Kuppel, Fassade im Jugendstil, umgeben von Bäumen.
Die Otto-Wagner-Kirche am Steinhof ist Teil des Areals des ehemaligen Otto-Wagner-Spitals in Wien, das schrittweise zu einem neuen Stadtquartier weiterentwickelt wird. © Getty Images

Auch ein Getreidesilo kann wohnlich werden

Nicht nur in der Stadt, sondern auch im ländlichen Raum gibt es ungenutzte Gebäude, die zu neuem Leben erweckt werden. So soll im burgenländischen Weiden am See der alte Lagerhausturm bis zum Herbst 2027 acht Wohnungen beherbergen. In einem Anbau entstehen fünf Maisonettewohnungen. Zu haben sind sie als Genossenschaftswohnungen – also mit Finanzierungsbeitrag zu leistbaren Mietpreisen. Und gleich nebenan, in Neusiedl am See, wohnt man neuerdings ganz elegant in einer ehemaligen K.u.K.-Kaserne, dem "Schloss Neusiedl" – ebenfalls im Rahmen des geförderten Wohnbaus revitalisiert. Mit Arkadengängen, Gewölben und Kastenfenstern sowie pannonischer Gartenlandschaft im großzügigen Innenhof.

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