Dramatische Zahlen

Jeder vierte Jugendliche bewegt sich kaum noch

Kinder spielen Fußvolleyball an einem Netz im Freien beim Tag des Sports in Wien.
© APA/EVA MANHART
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schlägt Alarm: Jeder vierte Jugendliche bewegt sich nicht, obwohl pro Tag mindestens eine Stunde empfohlen wird.
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Ein aktueller Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt ein besorgniserregendes Bild über das Bewegungsverhalten der jüngeren Generation: Jeder vierte Jugendliche bewegt sich im Alltag überhaupt nicht.

60 Prozent erreichen Ziele nicht

Damit wird das offizielle Gesundheitsziel der WHO, die für Kinder und Jugendliche mindestens eine Stunde körperliche Aktivität pro Tag empfiehlt, von der überwiegenden Mehrheit deutlich verfehlt. Der fortschreitende Bewegungsmangel gilt in der Medizin und Psychologie als eines der zentralen Gesundheitsrisiken des 21. Jahrhunderts.

Rund 25 Prozent aller Jugendlichen weisen keinerlei nennenswerte körperliche Betätigung im Tagesverlauf auf. Nur ein geringer Prozentsatz der Heranwachsenden erreicht die empfohlenen 60 Minuten moderater bis intensiver Bewegung täglich. Als Hauptgründe für den Rückgang werden die zunehmende Digitalisierung des Alltags, lange Sitzzeiten (unter anderem durch Schule und Medienkonsum) sowie ein Mangel an aktiven Freizeitbeschäftigungen genannt.

Mädchen bewegen sich weniger als Burschen

Während rund 22 Prozent der Buben angeben, in der gesamten Vorwoche keinen einzigen aktiven Tag gehabt zu haben, liegt dieser Anteil bei den Mädchen mit 28 Prozent signifikant höher. Tägliche Zielerreichung: Lediglich 11 Prozent der Mädchen erreichen das von der WHO geforderte Bewegungspensum an jedem einzelnen Tag der Woche. Bei den Buben sind es mit 17 Prozent spürbar mehr, wenngleich auch dieser Wert auf einem niedrigen Niveau verbleibt.

Die Gesundheitsrisiken:

Chronischer Bewegungsmangel im Jugendalter schädigt den Körper laut WHO  langfristig. Er führt zu Haltungsschäden, Übergewicht, einem höheren Risiko für spätere Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie zu psychischen Belastungen wie Stress, Antriebslosigkeit und Depressionen.

Die Forderung der WHO:

Appelle an die Jugendlichen reichen nicht. Politik und Kommunen müssen aktiv werden durch sichere Rad- und Gehwege für den Schulweg, moderne und geschlechtergerechte Sportstätten sowie die Förderung von Bewegung im Schulalltag.

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