Wie schon im Derby waren die "Veilchen" auch in Tirol zu Beginn im Hintertreffen. Nach nur sieben Minuten hätte die WSG auch schon anschreiben müssen, Marco Boras haute den Ball aber volley aus nur drei Metern über den Kasten. 0,68 xG auf einen Sitz, dennoch blieb es beim 0:0.
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Den ersten Abschluss aufs Tor hatten die Gäste nach zwölf Minuten, der Distanzschuss von Vasilije Markovic war aber ungefährlich.
Schöne Kombination ins Glück
Dennoch belohnten sich die Wattener für ihren Druck: Nach einer schönen Kombination schickte Matthäus Taferner Stürmer Nikolai Baden Frederiksen in die Tiefe, der Samuel Sahin-Radlinger per Lupfer keine Chance ließ (16.).
Die WSG ging danach vom Gaspedal, war aber im Konter dennoch gefährlicher als die Gäste. Doch wenn aus dem Spiel nichts geht, dann aus einem Standard.
Erster Standard-Treffer die Saison
Ein kurz abgespielter Eckball kam zu Eggestein, dessen Flanke köpfte Reinhold Ranftl in die Mitte, wo Aleksandar Dragovic aus dem Nichts zum 1:1 einköpfte (42.). Es war das erste Kopfball- und Eckball-Tor in Violett diese Saison.
Auch nach der Pause meldeten die Tiroler erstmals an: Einen abgerissenen Abschluss von Baden Frederiksen klärte der Austria-Goalie zur Ecke (48.).
Augenscheinlich war: Wenn das Team von Philipp Semlic um Kontrolle bemüht war, rannte die Austria nur hinterher.
Latte als Austria-Lebenszeichen
Einmal kombinierte dann auch das Team von Max Uhlig, die Eggestein-Flanke fand Ex-Wattener Valentino Müller, dessen Kopfball küsste aber nur die Latte (59.). Zum siebten Mal Aluminium in dieser Saison.
Im Anschluss folgte die erste echte Drangphase der "Veilchen", belohnen konnten sie sich aber nicht. Auch weil David Ewemade bei seinem Bundesliga-Debüt einen Konter zu zweit gegen einen Gegenspieler per zu weitem Pass auf Eggestein vorzeitig beendete (83.).
Austria wartet seit September auf Sieg
Wenn der weiter Tabellenvorletzte positive Aspekte aus diesem Spiel mitnehmen will, dann wird es wohl die verbesserte Defensive in der zweiten Hälfte sein.
Die Niederlagenserie von vier Partien wurde ebenso beendet. Ein Befreiungsschlag vor den schweren Wochen – in denen Salzburg, der Letzte WAC, Sturm und LASK warten – sieht aber anders aus.
Die WSG Tirol hingegen kann sich weiter Hoffnungen auf das obere Playoff machen, immerhin trennen sie nur drei Punkte auf den Sechsten Ried.
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