Zuwanderung

57 Pflegekräfte aus Kolumbien helfen in OÖ beim Altern in Würde

Pflegekräfte aus Südamerika
© Land OÖ
Die Fachkräfte lernen bereits vor der Einreise Deutsch, treten unmittelbar eine Beschäftigung an und werden beim Ankommen strukturiert begleitet.
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Bis 2050 gehen rund drei Viertel der erfahrenen Pflege- und Betreuungskräfte in Pension, gleichzeitig steigt der Pflegebedarf deutlich. "Deshalb brauchen wir beides: eine starke Ausbildung in Oberösterreich und gezielte internationale Fachkräftegewinnung. Gerade in der Pflege müssen die Maßstäbe besonders hoch sein. Denn Pflege ist kein beliebiger Beruf, sondern hochprofessionelle Arbeit mit großer Verantwortung. Deshalb reicht Anwerbung allein nicht. Wir setzen in Oberösterreich auf fundierte Ausbildung, intensive Deutschförderung, strukturierte Integration und eine echte Perspektive, dauerhaft Teil unserer Teams und unserer Gesellschaft zu werden", sagt Anna Ferihumer, Geschäftsführerin ALTER OÖ

Seit 2018 aus Drittstaaten

Der Sozialhilfeverband Perg hat bereits frühzeitig (2018) mit der Rekrutierung von Pflegefachkräften aus Drittstaaten begonnen.
"Seit Jänner 2022 arbeiten philippinische Pflegefachkräfte bei uns. Sie sind mittlerweile äußerst wichtige und geschätzte Kolleginnen und Kollegen in unseren sechs Alten- und Pflegeheimen und ermöglichen viele Bewohneraufnahmen. Demnächst werden sie und unsere weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von 13 kolumbianischen Pflegefachkräften unterstützt. Dem Onboarding-Prozess und der persönlichen Begleitung im Integrationsprozess und in der Ausbildung in Oberösterreich wird bei uns ein sehr hoher Stellenwert eingeräumt. Zwei Kolleginnen kümmern sich federführend darum – ein äußerst wichtiger Beitrag zum Erfolg", sagt Bezirkshauptmann Werner Kreisl.

Zukunft aufbauen

Sozial-Landesrat Christian Dörfel (ÖVP) freut sich, dass 57 Pflegekräfte aus Kolumbien nach Oberösterreich umziehen: "Die Pflegekräfte zeigen, wie qualifizierte Zuwanderung funktionieren kann: Sie bringen eine fundierte Ausbildung mit, bereiten sich bereits vor der Einreise intensiv vor und wollen sich hier langfristig eine Zukunft aufbauen. Genau diese Form der Zuwanderung brauchen und unterstützen wir."

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