Formel 1

Geheimer Verstappen-Funk enthüllt: »Das ist doch Bullshit«

Zwei Teammitglieder von Red Bull Racing sprechen miteinander in einer Boxengarage.
© Getty Images
Verstappen wütet gegen FIA: Geheimer Funk enthüllt Vorwürfe
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Max Verstappen gewann den Grand Prix von Mexiko, doch während des Rennens kochte beim Red-Bull-Star die Wut hoch. Erst nachträglich veröffentlichte Funksprüche zeigen, wie heftig der Niederländer gegen die Rennkommissare schimpfte. Auslöser war der umstrittene Zweikampf zwischen Lewis Hamilton und Charles Leclerc in der ersten Runde. Verstappen war überzeugt, dass der Ferrari-Pilot bestraft werden müsse.

Wie das Formel-1-Portal PlanetF1 berichtet, wurden die entsprechenden Funknachrichten während der TV-Übertragung nicht ausgestrahlt. Besonders brisant: Verstappen warf den Rennkommissaren vor, ihn in derselben Situation deutlich härter behandelt zu haben.

»Was für ein verdammter Witz«

Bereits in der ersten Runde forderte Verstappen über Funk Konsequenzen gegen Leclerc: "Charles muss diese Position zurückgeben. Entweder sofort die Position zurückgeben oder eine Strafe."

Doch eine sofortige Entscheidung blieb aus. Der vierfache Weltmeister wurde zunehmend ungeduldig. In Runde drei platzte ihm schließlich der Kragen: "Wenn ich in Führung gewesen wäre, hätte ich längst eine Strafe bekommen. Was für ein verdammter Witz."

Sein Vorwurf: Die Rennkommissare würden bei ihm schneller durchgreifen als bei anderen Fahrern.

Verstappen hinterfragt milde Leclerc-Strafe

Leclerc hatte nach dem Duell mit Hamilton in Kurve vier die Strecke verlassen und dabei einen Vorteil erlangt. Die Rennkommissare verhängten schließlich eine Fünf-Sekunden-Strafe gegen den Ferrari-Piloten.

Auch darüber wunderte sich Verstappen. Als er in Runde 13 von der Entscheidung erfuhr, fragte er seinen Renningenieur GianPiero Lambiase: "Ich dachte, nach den neuen Regeln gibt es jetzt für alles zehn Sekunden Strafe?"

Tatsächlich sahen die FIA-Richtlinien für ein solches Vergehen grundsätzlich eine Zehn-Sekunden-Strafe vor. Im Fall Leclerc wurde das Strafmaß jedoch reduziert, weil auch Hamilton bei der betreffenden Szene die Strecke verlassen hatte.

»Das ist doch Bullshit, Mann«

Doch damit war Verstappens Ärger noch lange nicht vorbei. Als während des Rennens das Safety-Car ausgerufen wurde, hatte er die Boxeneinfahrt gerade passiert. Auf die Aufforderung seines Renningenieurs, zum Reifenwechsel hereinzukommen, reagierte der Niederländer wütend.

"Nein, das kann ich nicht. Ich bin schon an der verdammten Boxeneinfahrt vorbei."

Danach schimpfte Verstappen weiter: "Das ist doch Bullshit, Mann, dass sie das so machen. Ja, das ist so eine Scheiße. Großartig."

Besonders der Zeitpunkt der Entscheidung brachte ihn auf die Palme: "Manchmal warten sie eine halbe Runde mit dem Safety-Car, und jetzt machen sie das so. Großartig. Einfach großartig."

Mehrere Formel-1-Autos fahren nebeneinander beim Start eines Rennens auf einer Rennstrecke.
Turbulenter Start in Mexiko: Lewis Hamilton (l.), Max Verstappen (M.) und Charles Leclerc (r.) kämpfen um die Positionen. Der Ferrari-Zweikampf löste Verstappens Funk-Ärger aus. © Getty Images

Nach dem Sieg folgt die Erleichterung

Trotz aller Aufregung behielt Verstappen auf der Strecke die Oberhand und gewann mit 0,799 Sekunden Vorsprung auf Hamilton. Leclerc wurde nach seiner Zeitstrafe und einem weiteren Positionsverlust Vierter.

Nach der Zielflagge war vom Ärger zunächst nichts mehr zu hören. "Heilige Scheiße. Was für ein unglaublicher Sieg. Wirklich stark gemacht, Jungs. Das war ein hartes Rennen", jubelte Verstappen über Funk.

Dann gab er zu: "Dafür musste ich richtig kämpfen. Definitiv einer der härtesten Siege. Aber genau das macht ihn noch schöner."

Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies gratulierte seinem Starpiloten ebenfalls über Funk: "Unglaubliche Fahrt, Max, einfach unglaublich. Du hast heute alle anderen regelrecht deklassiert."

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