Tennis-Hit
Hammer-Lose zum Auftakt bei Erste Bank Open in Wien
Während der topgesetzte Alexander Zverev mit dem spanischen Wildcard-Mann Martin Landaluce noch ein leichteres Los hat, trifft Carlos Alcaraz (ESP-2) auf Karen Chatschanow, Flavio Cobolli (ITA-4) auf Grigor Dimitrow, Frances Tiafoe (USA-6) auf Lorenzo Musetti und Tommy Paul (USA-7) auf Andrej Rublew. Jurij Rodionov hat mit Nikolos Basilaschwili einen "machbaren" Gegner.
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"Es ist der Nachteil bei einem so stark besetzten Turnier, dass auch in den ersten Runden schon wirkliche Kracher aufeinandertreffen. Dieses Mal ist es extrem", sagte Turnierboss Herwig Straka und erklärte das genauer: "Vier Spiele, wo eigentlich vier Top-Ten- oder ehemalige Top-Ten-Spieler aufeinandertreffen, ist unglaublich." Auch der Fakt, dass der Tscheche Jakub Mensik als Nummer 16 der Welt als Nummer 8 gerade noch gesetzt ist, spricht Bände.
Wien-Besetzung auch für Straka außergewöhnlich
Der US-Amerikaner Brandon Nakashima ist als ATP-Nummer 17 erster ungesetzter Spieler. "Ich glaube nicht, dass es im Jahr ein Turnier gegeben hat, wo das jemals der Fall war. Bei den 1000ern und Slams sowieso nicht, aber auch bei keinem 500er. Das hat es umso spannender gemacht." Für den derzeit einzigen Österreicher im Feld freut es Straka, dass er ein machbares Los bekommen hat. "Es ist in dem Fall eines der besten Lose, mit der Möglichkeit, in der zweiten Runde gegen Carlos Alcaraz zu spielen. Das wäre natürlich unglaublich."
Für Rodionov, der als einziger Österreicher eine Wildcard erhalten hat, ist Basilaschwili gefährlich, aber schlagbar. "Ich hätte nicht viele Lose gerne genommen. Es gibt schon so drei, vier. Basilaschwili, so realistisch muss man sein, bei so einem Feld, nimmt man den", erklärte Rodionov bei der Auslosung in der Marx-Halle vor seinem vierten Antreten im Hauptbewerb.
Basilaschwili spielte am Samstag noch im Halbfinale des ATP-Turniers in Almaty. "Er ist ein sehr gefährlicher Spieler, macht viel mit der Brechstange. Er kann seinem Gegner sehr wehtun, aber auch sich selbst, wenn er keinen guten Tag hat", analysierte Rodionov, der das bisher einzige Duell mit dem Georgier in diesem Jahr in der zweiten Qualifikationsrunde des Sandplatz-Turniers in Bukarest 4:6,6:0,3:6 verloren hat. "Ich muss ihn einfach dazu zwingen, einen schlechten Tag zu haben. Alles versuchen, damit er sein Spiel nicht aufziehen kann."
Die ganze Wien-Woche ausverkauft
Rodionov gilt als heimstark bzw. zeigt er auch im Davis Cup oft sein bestes Tennis. In der Stadthalle wird er vor ausverkauftem Haus spielen, denn es gibt für Montag und Mittwoch nur noch wenige Restplätze. "Es ist immer ein Highlight, besonders in Österreich vor dem Publikum zu spielen." Der Gedanke an ein mögliches Duell mit Alcaraz sei ein bisschen im Hinterkopf, sagte Rodionov. "Eher als so ein Zuckerl, wenn ich gewinne, aber jetzt einmal voller Fokus auf die nächsten zwei Trainingstage."
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