Überraschung

In einem Wahlkreis kassiert die AfD eine heftige Niederlage

Wahlkarte Sachsen-Anhalt: AfD überall führend, Linke nur in Magdeburg und Halle vorn.
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Bei der gestrigen Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gewann die AfD mit 43,8 Prozent (vorläufiges Ergebnis) haushoch. In einem bestimmten Wahlkreis erlitt die rechtsextreme Partei aber eine herbe Niederlage und hatte dort absolut keine Chance.
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Deutschland. Zwar ging sich für die AfD eine absolute Mehrheit nicht aus, aber der Wahlsieg bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist deutlich. Die AfD kann laut vorläufigen Ergebnissen ihren Stimmenanteil auf 43,8 Prozent (2021: 20,8) mehr als verdoppeln. Die CDU stürzt ab auf 17,2 Prozent (37,1) – ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.

Stimmenanteile im Vergleich zur Wahl 2021; Quelle: ARD
Stimmenanteile im Vergleich zur Wahl 2021; Quelle: ARD © APA

In Sachsen-Anhalt blickt man also auf ein klares Gesamtergebnis, doch in einem Wahlkreis lief es für die AfD völlig anders. Während die rechtsextreme Partei im Bundesland viele Direktmandate holte, gab es an einem Ort bei den Erststimmen eine deutliche Pleite.

Klare Niederlage im Wahlkreis Halle III

Insgesamt hatte die AfD in drei Wahlkreisen das Nachsehen. Im Wahlkreis Halle III holt Jannik-Loris Balint das Direktmandat für die Linken mit 39,9 Prozent. Sein AfD-Widersacher Martin Sehrndt landet bei 17,8 Prozent, was dem niedrigsten Ergebnis aller Zweitplatzierten im Bundesland entspricht. Die AfD hatte in diesem Fall gar keine Chance und musste zumindest hier eine herbe Niederlage einstecken.

Jannik-Loris Balint (Linke)
Jannik-Loris Balint (Linke) © Instagram

Weitere Erfolge für die Linkspartei erzielen Gitta Susann Hartenstein-Wiermann mit 29,6 Prozent in Halle II und Mustafa Groener mit 29,4 Prozent in Magdeburg II.

Wahlkarte Sachsen-Anhalt: AfD überall führend, Linke nur in Magdeburg und Halle vorn.
Erststimme: Landtags­wahl Sachsen-Anhalt © ZDFheute

Erfolge für die AfD

Laut "Bild" holten elf Kandidaten der AfD in ihren Wahlkreisen jeweils mehr als 50 Prozent. Die größte Zustimmung gibt es in Eisleben, wo Reiner Kretschmann mit 55,6 Prozent René Barthel von der CDU (21,4 Prozent) hinter sich lässt – der größte Abstand im gesamten Bundesland mit 34,2 Prozentpunkten. Auf Platz zwei im internen Ranking folgt Hans-Thomas Tillschneider im Kreis Querfurt mit 54,9 Prozent, gefolgt von Matthias Büttner in Staßfurt mit 53,4 Prozent. Spitzenkandidat Ulrich Siegmund selbst holt in Genthin 49 Prozent und liegt damit 25 Prozentpunkte vor Thomas Staudt von der CDU.

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Niederlage für Ministerpräsidenten

Einen bitteren Wahlabend erlebt der amtierende Ministerpräsident Sven Schulze von der CDU. Er verliert seinen Wahlkreis Magdeburg III gegen Christian Mertens von der AfD in der knappsten Entscheidung des Bundeslandes. Schulze erreicht 31,7 Prozent, während Mertens auf 35,2 Prozent kommt.

Für die Christdemokraten ist die Landtagswahl eine historische Klatsche, nachdem sie vor fünf Jahren noch 40 von 41 Direktmandaten gewonnen hatten.

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