Barcelona räumt ab

Harry Kane gewinnt Krimi um Ballon d'Or

Harry Kane ist Spieler des Jahres 2026.
© APA/AFP/FRANCK FIFE
Die Entscheidung ist gefallen: Harry Kane hat den Ballon d'Or 2026 gewonnen.
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Die 70. Verleihung des Ballon d'Or wurde heuer erstmals in London durchgeführt. In diesem Jahr war die Wahl zum Fußballer des Jahres so spannend, wie schon lange nicht mehr. Im Fokus standen Lokalmatador Harry Kane, Weltmeister Lamine Yamal und Real-Superstar Kylian Mbappé. Am Ende setzte sich Kane durch und tritt somit in die Fußstapfen von Ousmane Dembele. Platz 2 ging an Real-Star Mbappe vor Barca-Ass Yamal.

Der 33-jährige Lokalmatador setzte sich tatsächlich durch. Begleitet von der großen Bayern-Delegation, die wohl schon eine Vorahnung hatten, staubte der Londoner die begehrte Trophäe ab. Kane führte England im vergangenen Jahr als Kapitän bis ins WM-Halbfinale. Auch mit dem FC Bayern stürmte er auch dank seiner eingebauten Tor-Garantie bis ins Halbfinale der Champions League und gewann in Deutschland die Meisterschaft, den Pokal und Super-Cup.  Nun wurde er ausgerechnet in seiner Heimat zum besten Fußballer des Jahres gekürt.

"Dass ich den Preis ausgerechnet in London erhalte bedeutet mir sehr viel", begann der Brite seine Dankesrede. Damit ist er allerdings nicht nur der erste Bayern-Spieler seit Karl-Heinz Rummenigge 1981, der die Trophäe gewinnt. Auch die lange Durststrecke Englands ist nach 25 Jahren zu Ende.

Endstand Ballon d'Or der Herren
  1. Harry Kane (FC Bayern)
  2. Kylian Mbappé (Real Madrid)
  3. Lamine Yamal (FC Barcelona)
  4. Rodri (ManCity)
  5. Lionel Messi (Inter Miami)
  6. Khvicha Kvaratskhelia (Paris SG)
  7. Ousmane Dembele (Paris SG)
  8. Erling Haaland (ManCity)
  9. Michael Olise (FC Bayern München)
  10. Fabian Ruiz (Paris SG)

Spanien und Barcelona räumen ab

Die Zeremonie startete aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens in der britischen Metropole mit 50 Minuten Verspätung. Das Moderatoren-Duo Kate Scott und Thierry Henry lächelte die lange Wartezeit weg, ehe es begann.

Kylian Mbappé belegte Platz 2 hinter Kane.
Kylian Mbappé belegte Platz 2 hinter Kane. © IMAGO/PRESSE SPORTS

Neben dem großen Sieger des Tages stand der Abend ganz im Zeichen des FC Barcelona und der spanischen Nationalmannschaft. 8 der 10 Auszeichnungen gingen an die Weltmeister oder den Meister des Weltmeisterlandes. Besonders auffällig war, dass die Spieler der spanischen Nationalmannschaft immer dann ausgezeichnet wurden, wenn kein Akteur der Katalanen nominiert war.

Die Sieger des 70. Ballon d'Or
  • Ballon d'Or (Spieler des Jahres): Harry Kane (FC Bayern)
  • Ballon d'Or Feminin (Spielerin des Jahres): Alexia Putellas (FC Barcelona/London City Lionesses/Spanien)
  • Kopa-Trophäe (Bester U21-Spieler): Lamine Yamal (FC Barcelona)
  • Kopa-Trophäe (Beste U21-Spielerin): Vicky (FC Barcelona)
  • Yashin-Trophäe (Bester Torhüter): Unai Simon (Athletic Club/Spanien)
  • Yashin-Trophäe (Beste Torhüterin): Cata Coll (FC Barcelona)
  • Trainer des Jahres (Herren): Luis de la Fuente (Spanien)
  • Trainer/in des Jahres (Frauen): Pere Romeu (FC Barcelona)
  • Klub des Jahres (Herren): Paris Saint-Germain
  • Klub des Jahres (Frauen): FC Barcelona

Yamal hatte gleich zu Beginn des Abends Geschichte geschrieben. Zum dritten Mal holte er sich den Titel des besten U21-Spielers ab. Kein anderer Kicker wurde in jungen Jahren so oft für sein Talent ausgezeichnet. Ebenfalls mit ihrer dritten Auszeichnung hat sich Alexia Putellas in die Geschichtsbücher eingetragen.

Henry schickt Grüße an Kompany

Bevor der spanische Teamchef Luis de la Fuente zum besten Trainer des Jahres geehrt wurde, sorgte Henry für einen emotionalen Moment. "Es ist schade, dass er nicht da sein kann. Wir hoffen, es geht ihm bald besser", schickte der Franzose eine emotionale Grußbotschaft nach München ins Spital, wo Bayern-Coach Vincent Kompany nach dem Zwischenfall am Freitag immer noch liegt und nicht in London vor Ort sein konnte.

Thierry Henry und Kate Scott führten durch die Zeremonie des Ballon d'Or.
Thierry Henry und Kate Scott führten durch die Zeremonie des Ballon d'Or. © IMAGO/PRESSE SPORTS

Auch heuer wurden wieder Sonderpreise vergeben. Der Socrates-Award für den Spieler mit herausragendem humanitären Engagement ging an Arsenal-Star Bukayo Saka, der sich für mehrere Kinderhilfsprojekte in Afrika einsetzt. Anlässlich der 70. Ausgabe des Ballon d'or wurde auch der beste Sieger aller Zeiten gekürt. Diese besondere Trophäe unter allen Mehrfach-Sieger ist ein Zuschauer-Voting, das noch bis Dienstag läuft.

Auch die Spieler mit den meisten Toren wurden ausgezeichnet. Die Preise gingen Kane und die Mexikanerin Charlyn Corral vom CF Pachuca ausgezeichnet.

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