Erster Schultag

Kopftuchverbot: Demo vor dem Kanzleramt

Gruppe junger Menschen mit Bannern protestiert vor dem Kanzleramt in Wien.
© privat
Für Zehntausende Kinder startet am Montag das neue Schuljahr. Neu ist dabei das Kopftuchverbot, das mit September in Kraft getreten ist. Vor dem Kanzleramt gab es jetzt eine Demo.
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Seit September ist das Kopftuchverbot scharf gestellt. Für Mädchen bis 14 gilt ab Schulbeginn ein Kopftuchverbot am Schulgelände, bei Verstößen drohen in letzter Konsequenz Strafen bis zu 800 Euro. Ebenso teuer kann es werden, wenn Eltern nicht mit der Schule zusammenarbeiten, wenn ihr Kind wegen Gewalt vorübergehend von der Schule suspendiert wurde oder vor dem Schulabbruch steht.

Pünktlich zum ersten Schultag gab es in Wien nun auch die erste Demo - die Teilnehmeranzahl war allerdings mehr als überschaubar. Vor dem Kanzleramt versammelten sich rund ein Dutzend Personen, um gegen das Verbot zu demonstrieren. Unter den Protestierenden waren auch mehrere junge Mädchen mit Kopftuch, also offenbar vom Verbot Betroffene.

Zwei Demonstranten trugen auch "Politiker-Masken", eine mit Kanzler Christian Stocker als Konterfei, eine mit Integrationsministerin Claudia Bauer (beide ÖVP). Auf Transparenten standen Sätze wie: "Lasst SIE entscheiden. Verbote schaffen keine Lösungen" oder "Rassismus".

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