Millionenraub

Nach MAK-Coup: Augenzeugin erhebt schwere Vorwürfe

Außenansicht des Museums für Angewandte Kunst in Wien mit zwei Porträts in runden Ausschnitten von den Tatverdächtigen.
© APA & LPD Wien (Fotomontage)
Die Frau erlebte die Szenen im Museum Museum für angewandte Kunst hautnah mit.
OE24 auf Google bevorzugen

Nach dem spektakulären Collier-Raub im Wiener MAK kritisiert nun eine Augenzeugen die Sicherheitsstandards des Museums..

Die Besucherin kritisiert  in der "Presse" beispielsweise die Sicherheitskontrollen beim Eingang der Ausstellung. Ihrer Darstellung zufolge sei weder der Inhalt ihrer Tasche kontrolliert worden, noch habe Personal die Größe der Tasche überprüft.

Kurz darauf sollen zwei Täter mit einer Pistole und einem Hammer eine Vitrine eingeschlagen und das wertvolle Collier, das rund 3,4 Millionen Euro wert sein soll,  gestohlen haben.

Minutenlang kein sichtbarer Alarm

Besonders irritiert habe die Zeugin ein dumpfes Klopfen, das sie über mehrere Minuten hörte. Nach dem Hinweis einer anderen Besucherin entdeckte sie die zerstörte Vitrine. Einen hörbaren Alarm oder Personal, das sich um die Angelegenheit kümmerte, habe sie keines gesehen.  In der zerschlagenen Vitrine befanden sich zudem Ohrringe, auch diese seien nicht weiter bewacht worden. Die Frau meldete sich später selbst bei der Polizei.

MAK verteidigt Vorkehrungen

Das Museum weist die heftige Kritik zurück und betont, dass höchste Sicherheitsstandards sowie speziell geschultes externes Personal im Einsatz gewesen seien. Dass kein Alarmton zu hören war, bedeute laut MAK nicht, dass keine Alarmierung erfolgt sei. Wegen der laufenden Ermittlungen bleiben die genauen Abläufe geheim. Zusätzlich wurden externe Sicherheitsexperten eingeschaltet. Inzwischen müssen Besucher durch einen Metalldetektor.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden