Ettl-Nachfolger

Oliver Schütz ist neuer FMA-Vorstand

© ©CatiDonner
Oliver Schütz folgt als FMA-Vorstand auf Helmut Ettl, der nach 18 Jahren an der FMA-Spitze zum Internationalen Währungsfonds wechselt.
OE24 auf Google bevorzugen

Oliver Schütz hat mit Wirkung vom 1. November 2026 sein Amt als neuer Vorstand der Finanzmarktaufsicht (FMA) angetreten.

Der von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) nominierte und für fünf Jahre bestellte Jurist folgt auf Helmut Ettl, der nach über 18 Jahren an der FMA-Spitze als Exekutivdirektor zum Internationalen Währungsfonds (IWF) wechselt. Das zweite Vorstandsmandat hält weiterhin Mariana Kühnel.

In der Führung setzen Kühnel und Schütz laut einer gemeinsamen Stellungnahme auf Effizienz, Risikoorientierung und Prozessvereinfachung.

Die Finanzmarktaufsicht Österreich (FMA) ist die unabhängige und weisungsfreie Behörde für die Überwachung des österreichischen Finanzmarkt mit Sitz in Wien.

Künftig wolle die Behörde noch stärker auf wesentliche Risiken fokussieren und Ressourcen gezielter einsetzen, hieß es. Schütz, der 2002 in die FMA eintrat und zuletzt den Bereich Bankenabwicklung leitete, verfügt über langjährige Aufsichtserfahrung. Die Prüfschwerpunkte für 2027 präsentiert die Behörde am 11. Dezember.

Biographie

Oliver Schütz, geboren am 17. November 1972, studierte Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck und promovierte im Bereich Bankenaufsicht.

Nach seiner Tätigkeit als Rechtsanwaltsanwärter bei Binder Grösswang Rechtsanwälte trat er im Gründungsjahr 2002 erstmals in die FMA ein. Von 2006 bis 2010 war Schütz Abteilungsleiter im Bereich Bankenaufsicht der FMA. Nach Stationen in der Privatwirtschaft von 2010 bis 2015 (Erste Group Bank und UniCredit Bank Austria) kehrte Schütz 2015 als Leiter des neu geschaffenen Bereichs Bankenabwicklung in die FMA zurück. Er vertritt die FMA bereits jetzt in zahlreichen internationalen Gremien, darunter der Plenarsitzung des Single Resolution Board (SRB) in Brüssel.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden