Mutige Polizisten

Polen spendet Millionen für schwer verletzte Krakau-Helden

© X
Sie riskierten ihr Leben, um andere zu retten. Jetzt zeigt ganz Polen seine Dankbarkeit: Für die beiden schwer verletzten Polizisten, die den Attentäter von Krakau stoppten, sind innerhalb weniger Stunden mehr als eine Million Euro an Spenden zusammengekommen.
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Die Anteilnahme ist riesig. Ein vom Gründer eines Medienportals gestarteter Spendenaufruf brachte in kürzester Zeit eine gewaltige Summe ein. "Für die Helden von Krakau und ihre Familien. Für die, die alles riskiert haben", heißt es in dem Aufruf.

Ministerpräsident nennt sie "wahre Helden"

Polens Ministerpräsident Donald Tusk würdigte die beiden Beamten öffentlich. Jakub Kulik und Artur Morański hätten vermutlich zahlreiche Menschenleben gerettet – und dabei ihr eigenes Leben aufs Spiel gesetzt.

Ein Mann sitzt bei einer Pressekonferenz vor Mikrofonen und spricht, im Hintergrund ein blauer Schriftzug.
Polens Ministerpräsident Donald Tusk würdigte die beiden Beamten öffentlich. © EPA

"Der Oberpolizist Jakub Kulik und der Oberpolizist Artur Morański sind wahre Helden", schrieb Tusk auf X. Ihr Zustand sei ernst, sie würden aber bestmöglich versorgt. Mittlerweile sind beide Polizisten aus dem Koma erwacht.

Auch Krakaus Bürgermeister Łukasz Gibała will die mutigen Beamten auszeichnen. Er schlug vor, ihnen die Ehrenbürgerschaft der Stadt zu verleihen.

Polizisten schwer verletzt – dringende Blutspenden gesucht

Jakub Kulik ist einer der Polizisten, die das Attentat stoppten und dabei verletzt wurden. © OSP

Bei ihrem Einsatz gegen den 24-jährigen Michal O. wurden beide Beamten schwer verletzt und mussten kompliziert operiert werden. Ein Video zeigt, wie einer der Polizisten trotz seiner Verletzungen den mutmaßlichen Attentäter überwältigt und anschließend selbst zusammenbricht.

Besonders um Jakub Kulik wurde gebangt. Der frühere Soldat der 6. Luftlandebrigade benötigte dringend Blut der Gruppe AB Rh+. Nach Angaben der Brigade funktioniert eine seiner Lungen nicht. "Jeder Tropfen Blut ist jetzt Gold wert", hieß es im Spendenaufruf.

Besonders um Jakub Kulik wurde gebangt. Der frühere Soldat der 6. Luftlandebrigade benötigte dringend Blut der Gruppe AB Rh+. © X

Bei dem Anschlag in der Krakauer Altstadt waren sechs Menschen getötet worden, 16 Verletzte kamen ins Krankenhaus. Unter den Verletzten befanden sich auch die beiden Polizisten und der mutmaßliche Täter.

Neun Tote nach Fund in Wohnung des Täters

Der Fall nahm eine weitere dramatische Wendung: In der Wohnung des 24-Jährigen im rund 150 Kilometer entfernten Ostrowiec Świętokrzyski wurden drei weitere Leichen entdeckt. Bei den Toten handelt es sich um die Eltern und die Schwester des mutmaßlichen Täters. Er soll sie offenbar bereits zuvor getötet haben.

Nach Angaben von Innenminister Marcin Kierwinski soll der 24-Jährige von rechtsextremen Ideologien fasziniert gewesen sein.

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