Nach Stocker-Ansage

Politischen Islam verbieten: Bauer will Tempo machen

Eine Frau im braunen Blazer spricht in einem Interview, im Hintergrund EU- und Österreich-Flagge.
© APA/HANS KLAUS TECHT
Europa- und Integrationsministerin Claudia Bauer arbeitet nun einen Vorschlag für das von Kanzler Christian Stocker (beide ÖVP) im oe24.TV-Sommergespräch aufgebrachte Verbot des Politischen Islam aus.
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Sie will so schnell wie möglich über die Koordinierung eine Punktation an die Koalitionspartner SPÖ und NEOS übermitteln. Als Basis diene das Regierungsprogramm, wie es am Sonntag in einer Aussendung hieß.

Video zum Thema

Das große oe24.TV Sommergespräch mit Kanzler Christian Stocker


© oe24


Sie wolle nun "so rasch wie möglich Nägel mit Köpfen machen", betonte Bauer: "Das Regierungsprogramm bietet sowohl die Basis für ein Verbot als auch für ein breites begleitendes Maßnahmenpaket im Vereins- und Kultusrecht und vielen weiteren Rechtsmaterien." So wie beim Kopftuchverbot für Kinder will sie das Verbot "breit und weitreichend aufstellen".

Bauer will Politischen Islam "mit allen Mitteln bekämpfen"

"Wir werden den Politischen Islam und seine Organisationen in Österreich und Europa mit allen Mitteln bekämpfen", so Bauer. Schließlich sei er "die größte Gefahr unserer Zeit". Er stelle sich über den demokratischen Rechtsstaat, wolle die Gesellschaft und den Staat umbauen, richte sich gegen die Freiheit von Mädchen und Frauen und "gegen alle Religionen, die in Österreich ganz selbstverständlich und friedlich zusammenleben", betonte Bauer.

Ein Mann im Anzug steht vor EU- und Österreich-Flaggen bei einer Pressekonferenz.
Christian Stocker (ÖVP). © IMAGO/Bernd Elmenthaler

Stocker hatte ein Verbot des Politischen Islam in mehreren Interviews aufs Tapet gebracht. Dieses wolle er per Verfassungsgesetz absichern. Gleichzeitig sprach er in einem Video "Probleme bei Migration und Integration" an. Zwar würden sich die meisten der hier Lebenden "an unsere Regeln" halten und Teil der Gesellschaft sein wollen, man dürfe aber "nicht wegsehen, wenn das nicht der Fall ist".

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