Blut-Drama

Polizei schießt Messer-Frau mitten am Times Square nieder

Blick auf den belebten Times Square mit vielen Werbetafeln und fahrenden Autos in New York City.
© EPA
Mitten auf dem weltberühmten Times Square in New York ist es am Montagnachmittag zu dramatischen Szenen gekommen. Nach einer Messerattacke auf Passanten schoss die Polizei eine bewaffnete Frau nieder, während Hunderte entsetzte Touristen das Geschehen hautnah miterlebten.
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Der Vorfall ereignete sich am Montag gegen 16:30 Uhr Ortszeit an einem der belebtesten Orte der Welt. Zwischen der Seventh Avenue und der 42nd Street, wo sich täglich Tausende Menschen tummeln, eskalierte die Situation völlig. Bevor die alarmierten Einsatzkräfte der New Yorker Polizei (NYPD) am Einsatzort eintrafen, hatte die noch nicht namentlich identifizierte Frau bereits zwei Personen – einen Mann und eine Frau – mit einem Messer attackiert und verletzt. Zum Zustand und zur Schwere der Verletzungen der beiden Opfer sowie der Verdächtigen selbst gab es von offizieller Seite zunächst noch keine genauen Angaben.

Die Verdächtige, die ein rosa T-Shirt, Jeans und eine Umhängetasche trug, wurde kurz darauf von mehreren herbeigeeilten Polizisten umstellt. Zu diesem Zeitpunkt richtete sie die Klinge noch immer drohend in Richtung der Einsatzkräfte.

Taser-Einsatz blieb ohne Wirkung

Hunderte Schaulustige und Touristen beobachteten das hochgradig gefährliche Geschehen aus nächster Nähe. Zeugen berichteten später gegenüber US-Medien, dass die Polizisten etwa fünf Minuten lang versuchten, beruhigend auf die Frau einzureden und sie zur Aufgabe zu bewegen. Als die Situation jedoch weiter eskalierte, griffen die Beamten zunächst zu einem Taser, um die Angreiferin kampfunfähig zu machen.

Diese nicht-tödliche Maßnahme zeigte jedoch offenbar keine Wirkung. Die Frau stürmte trotz des Elektroschocks mit der Waffe in der Hand direkt auf die Polizisten zu. Angesichts der unmittelbaren Bedrohung zogen mehrere Beamte ihre Dienstwaffen und gaben Schüsse ab. Die Angreiferin wurde von mindestens zwei Kugeln getroffen und brach sofort auf der Straße zusammen.

Keine Hinweise auf Terror-Hintergrund

Die Polizei sperrte den betroffenen Bereich sofort großräumig ab. Das NYPD forderte die Bevölkerung und Besucher der Stadt über die sozialen Medien nachdrücklich auf, den Bereich rund um den Times Square für die Dauer der Ermittlungen weiträumig zu umgehen. Ein Sprecher der New Yorker Polizei erklärte auf Anfrage, dass zum aktuellen Zeitpunkt keine weiteren Details veröffentlicht werden können, da die Ermittlungen noch ganz am Anfang stehen.

Aus Ermittlungskreisen sickerte jedoch bereits durch, dass die Behörden derzeit nicht von einem terroristischen Hintergrund der Tat ausgehen. Es dürfte sich nach ersten Einschätzungen um eine Amoktat oder eine psychische Ausnahmesituation der Täterin gehandelt haben.

Bereits der zweite Messer-Vorfall in New York binnen kurzer Zeit

Dieser dramatische Vorfall weckt in der US-Metropole böse Erinnerungen an einen ganz ähnlichen Vorfall, der sich erst vor rund zwei Wochen ereignet hatte. Damals war ein Mann im Viertel Lower East Side ebenfalls mit einem Fleischermesser auf Polizisten losgegangen, nachdem diese wegen einer gemeldeten Körperverletzung in ein Gebäude gerufen worden waren. Auch dieser Angreifer weigerte sich, seine Waffe fallen zu lassen, stürmte auf die Beamten zu und wurde schließlich von den Einsatzkräften tödlich getroffen.

Der neuerliche Vorfall am helllichten Tag und im absoluten Touristenzentrum der Stadt sorgt nun erneut für eine hitzige Debatte über die Sicherheitslage und die Gewaltkriminalität auf den Straßen von New York.

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