Nach Paketsteuer

Shopping-Knall: Neue Paket-Gebühr gilt pro Artikel

Eine Person übergibt zwei Pakete an eine andere an einer Haustür.
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Die neue Bearbeitungsgebühr wird für jeden einzelnen Artikel berechnet.
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Wer bei Temu, Shein oder AliExpress bestellt, muss künftig noch genauer auf den Preis schauen. Nach der österreichischen Paketabgabe und neuen EU-Zöllen kommt ab 1. November eine weitere Gebühr hinzu. Für viele Bestellungen aus Nicht-EU-Staaten werden zusätzlich zwei Euro pro Artikel fällig. Damit drohen vor allem Schnäppchen aus China deutlich teurer zu werden.

Bereits seit 1. Oktober gilt in Österreich eine neue Paketabgabe. Große Onlinehändler mit mehr als 100 Millionen Euro Umsatz im Inland müssen pro Bestellung eine Abgabe von zwei Euro entrichten. Unternehmen wie Amazon und Otto geben diese Kosten an ihre Kunden weiter. Weil darauf 20 Prozent Mehrwertsteuer anfallen, werden daraus 2,40 Euro. Andere Händler, darunter XXXLutz, übernehmen die Abgabe vorerst selbst.

Ein Paketbote übergibt einem Mann zwei braune Kartons an der Haustür.
© Getty Images/iStockphoto

"Handling Fee"

Ab November folgt nun die nächste Belastung. Die EU führt eine Bearbeitungsgebühr von zwei Euro für Waren aus Drittstaaten ein. Betroffen sind insbesondere Sendungen aus China, aber auch Bestellungen aus den USA, Großbritannien oder der Schweiz. Entscheidend ist dabei die Anzahl der Artikel: Wer mehrere unterschiedliche Produkte bestellt, muss unter Umständen mehrfach bezahlen. Die Gebühr soll die zunehmenden Kosten für die Kontrolle und Abwicklung der zahlreichen Kleinsendungen decken.

Zusätzlich gilt bereits seit Juli ein EU-Pauschalzoll von drei Euro pro Warengruppe für Direktimporte mit einem Warenwert von bis zu 150 Euro. Wer beispielsweise Kleidung und Elektronik bestellt, muss dafür zwei verschiedene Pauschalzölle einkalkulieren.

Wie stark die Preise steigen können, zeigt ein Beispiel: Wer über Temu drei Artikel aus China bestellt, die zu zwei unterschiedlichen Warengruppen gehören, zahlt sechs Euro Pauschalzoll. Dazu kommen 2,40 Euro österreichische Paketabgabe und ab November sechs Euro Bearbeitungsgebühr. Insgesamt entstehen somit 14,40 Euro an zusätzlichen Kosten.

Mit den neuen Regeln will die EU die Flut an Billigimporten eindämmen und den Zollaufwand finanzieren. Allein 2025 wurden rund sechs Milliarden kleine Pakete in die EU eingeführt, etwa 90 Prozent davon aus China. Für Konsumenten bedeutet das: Das vermeintliche Schnäppchen könnte künftig deutlich teurer werden.

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