In der Stadthalle

Traumfinale zum Greifen nah: Alcaraz schießt Medwedew vom Platz

Superstar Carlos Alcaraz steht im Wien-Finale.
© APA/MAX SLOVENCIK
Carlos Alcaraz steht nach einem klaren 6:4, 7:6-Sieg im Wien-Halbfinale gegen Daniil Medwedew im Endspiel, wo es nun zum Giganten-Duell mit der neuen Nummer 1, Alexander Zverev, kommen könnte.
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Tennis-Superstar Carlos Alcaraz steht erstmals im Finale des Wiener ATP-Turniers. Der als Nummer zwei gesetzte Spanier besiegte am Samstagnachmittag im ersten Halbfinale den drittgereihten Russen Daniil Medwedew 6:4,7:6(2). Im Head-to-Head der beiden erhöhte Alcaraz auf 7:3. Im Finale am Sonntagnachmittag geht es gegen den designierten deutschen Weltranglistenersten und als Nummer eins eingestuften Alexander Zverev oder den Australier Alex de Minaur (Nr. 5).

"Es ist etwas Besonderes. Dafür arbeite ich jeden Tag, um diese Momente zu erleben", kommentierte Alcaraz nach der 97-Minuten-Partie im On-Court-Interview seinen Sieg. "Ich bin wirklich sehr, sehr glücklich, dass ich das geschafft habe. Es ist eine großartige Woche für mich. Diese Stadt ist etwas ganz Besonderes, ich liebe sie. Lasst es uns gut zu Ende bringen." Sollte er das erneut mit einem 6:4,7:6 schaffen, hätte er wieder sein Parade-Ergebnis für Wien. Denn so hatte er auch in Runde eins den Russen Karen Chatschanow und im Viertelfinale US-Ass Tommy Paul besiegt.

Die beiden Sätze liefen ziemlich ähnlich ab. Alcaraz breakte zuerst, Medwedew konterte unmittelbar danach. Im ersten Durchgang gab der Iberer bei 3:1 seinen Vorsprung gleich wieder her, schlug bei 5:4 aber noch einmal zu. Der Wien-Sieger von 2022 hätte den Spieß im zweiten Satz fast umgedreht, verpasste es aber bei 2:2. So verschaffte sich Alcaraz im Game danach den Vorteil und hatte somit die Chance aufs Ausservieren. Zu Null aber schlug Medwedew zum 3:4 zurück. Letztlich ging es diesmal ins Tiebreak, in dem Alcaraz klar die Oberhand behielt.

Alcaraz um seinen heuer vierten Titel

Für den Weltranglistendritten geht es um seinen 28. Titel auf der Tour, den heuer vierten. Die anderen drei hat er vor seiner Verletzungspause bei den Australian Open und in Doha geholt, Anfang Oktober triumphierte er in Tokio. Medwedew verabschiedet sich mit einer noch immer guten Herbstbilanz aus Wien, bei fünf Turnieren in Folge erreichte er zumindest das Halbfinale. Übrigens musste er in allen seinen vier Matches in der Stadthalle im zweiten Satz ins Tiebreak - drei davon gewann er, nur das gegen Alcaraz nicht. Damit war seine Serie von acht Siegen in Serie beendet.

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