Grusel-Hobby

Vorarlberger (14) erweckt Halloween zum Leben

© Getty Images
Für Corbinian Dorner aus Fußach ist Halloween das Highlight des Jahres. Während andere erst kurz vor dem 31. Oktober Kürbisse schnitzen und Kostüme suchen, steckt der 14-Jährige bereits monatelang in den Vorbereitungen.
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Sein Zuhause verwandelt er in eine riesige Gruselwelt mit Skeletten, Geistern, Nebelmaschinen und schaurigen Spezialeffekten.

Für den Schüler ist Halloween weit mehr als Süßigkeiten und Verkleidungen. Besonders liebt er die düstere Atmosphäre: "Das Gefühl der Furcht, des Gruselns, das Gespenstische – das braucht es einfach für mich", erzählt er dem ORF Vorarlberg.

Nach Halloween ist vor Halloween

Auf dem Grundstück seiner Familie in Fußach wird jedes Jahr ordentlich aufgerüstet. Totenköpfe, Spinnweben und unheimliche Figuren verwandeln das Anwesen in ein regelrechtes Geisterhaus. Doch die Vorbereitungen beginnen nicht erst im Herbst. Sein Vater Philipp erzählt, dass sich sein Sohn praktisch das ganze Jahr mit Halloween beschäftigt. Die letzten Wochen vor dem großen Abend seien für die Familie ein regelrechter "Stresstest".

Auch nach dem 31. Oktober ist für Corbinian noch lange nicht Schluss. Dann beginnt bereits die Planung für das nächste Jahr. In speziellen Halloween-Geschäften hält er Ausschau nach neuen Figuren und Dekoration. Besonders gerne kauft er nach dem Fest ein, wenn viele Artikel reduziert sind. Aus den neuen Errungenschaften entstehen dann wieder Ideen für die nächste Grusel-Inszenierung.

800-Euro-Figur selbst aufgerüstet

Besonders stolz ist der 14-Jährige auf seine Figur "Reitender Tod". Dabei handelt es sich um ein Skelett auf einem Pferd, das leuchtet, Geräusche macht, sich bewegt und sogar Nebel ausstößt.

Entdeckt hat er das außergewöhnliche Modell bei einem Besuch in einem großen Halloween-Fachgeschäft in München. Rund 700 bis 800 Euro kostet eine solche Figur. Doch Corbinian gab sich mit der Ausstattung nicht zufrieden: Die Nebelmaschine baute er selbst ein und verlegte einen Schlauch, damit der Rauch direkt aus der Figur quillt.

Für sein Hobby verdient er selbst Geld

Seine aufwendige Sammlung finanziert Corbinian teilweise selbst. Neben der Schule übernimmt er kleinere Arbeiten, trägt Gemeindeblätter aus und mäht bei Verwandten den Rasen. Auch sein Geburtstagsgeld spart er konsequent für neue Grusel-Dekoration.

Dabei kauft er nicht nur fertige Figuren, sondern bastelt und entwickelt auch eigene Schreckgestalten. So wächst das Halloween-Anwesen in Fußach Jahr für Jahr weiter.

Fußacher Geisterhaus wird wieder zum Treffpunkt

Auch heuer soll das Grundstück der Familie in der Halloween-Nacht wieder zahlreiche kleine und große Besucher anlocken. Für Corbinian ist das der Höhepunkt monatelanger Arbeit. Während andere nach dem 31. Oktober langsam an Weihnachten denken, hat der 14-Jährige längst neue Ideen für das nächste Grusel-Spektakel.

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