Hoffen auf Regen
Waldbrand am Gardasee wütet seit fast drei Wochen
Rauch steigt über dem Gardasee auf und ist über viele Kilometer hinweg sichtbar. Der Monte Altissimo bei Malcesine brennt seit Wochen, ohne zur Ruhe zu kommen. Feuerwehr und Löschflugzeuge kämpfen pausenlos gegen ein Feuer, das durch starke Winde stetig neu entfacht wird. Die Hoffnung ruht nun vollkommen auf künftigem Regen.
Ein Blitzeinschlag in der Nacht vom 18. auf den 19. August 2026 am Monte Altissimo – einem Gipfel an der Grenze zwischen Venetien und dem Trentino direkt über dem Gardasee – war der Auslöser für den Waldbrand. Bereits zuvor loderte auf der gegenüberliegenden Seeseite in Tignale ein Feuer über längere Zeit.
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Flammen keimen wieder auf
Mittwoch keimten die Flammen erneut auf, woraufhin eine dichte Rauchwolke über dem Berg aufstieg. Ursache dafür sind die anhaltend starken Winde sowie das fast vollständige Ausbleiben von Niederschlägen in der gesamten Region.
Bürgermeister Giuseppe Benamati aus Malcesine äußert sich gegenüber Il Dolomiti erschöpft und besorgt: "Wir dachten und hofften, dass das Feuer erloschen sei – aber stattdessen ist es, wie schon mehrmals zuvor, wieder aufgeflammt. Das passiert alle zwei bis drei Tage. In den vergangenen Tagen hat der starke Wind die verbliebenen Glutnester angefacht, und trotz des großen Einsatzes der Feuerwehr brennt der Wald noch immer."
Einsatzkräfte vor schwieriger Aufgabe
Das unwegsame Gelände am Altissimo stellt die Einsatzkräfte vor enorme Herausforderungen. Die Brandfläche ist für Bodentruppen schlichtweg unerreichbar. Wie L‘Arena berichtet, lassen sich weder eine Brandschneise anlegen noch eine Löschlinie aufbauen. Ein Canadair-Löschflugzeug aus Genua sowie ein Hubschrauber der Feuerwehr versuchten, den Brand von oben zu bekämpfen. Der Zivilschutz berichtet später: "Doch leider brennt das Feuer weiter und schwelt unter der Oberfläche".
Zivilschutz und Feuerwehr überwachen die Lage kontinuierlich. Die einzig verbliebene Rettung stellt ergiebiger Niederschlag dar, welcher die Flammen und sämtliche Glutnester vollständig löschen könnte. Laut Wetterprognose von Meteoblue sind bis Mitte September jedoch lediglich kurze Schauer sowie Gewitter zu erwarten. Für viele Urlauber am Gardasee bleibt der Qualm am Himmel eine beunruhigende Kulisse.
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