In Kronstorf

Wilde Proteste gegen Google-Rechenzentrum

Zwanzig Aktivisten protestieren mit Rauchfackeln und Banner gegen ein geplantes Rechenzentrum.
© Team Fotokerschi
Gegner des Google-Rechenzentrums haben am Sonntag in Kronstorf für Aufsehen gesorgt. Rund 20 Aktivisten protestierten direkt auf dem Baustellengelände und forderten einen sofortigen Baustopp.
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Linz-Land. Rund 20 Aktivistinnen und Aktivisten haben am Sonntagvormittag auf der Baustelle des Google-Rechenzentrums in Kronstorf im Bezirk Linz-Land protestiert. Nach Angaben von Attac Österreich gehörten die Teilnehmer der Initiative "Rechenzentren Nein Danke" an. Sie fordern einen sofortigen Baustopp und wenden sich insbesondere gegen die geplante zweite Ausbaustufe des Projekts.

Für ihre Protestaktion stiegen mehrere Aktivisten auf ein Gebäude auf dem Baustellengelände. Dort entrollten sie ein großes Transparent mit der Aufschrift "Rechenzentrum? Nein, danke!". Einige Teilnehmer zündeten zudem Rauchfackeln. Mit einem weiteren Schriftzug wurde ein "Baustopp jetzt" gefordert.

Mehrere Aktivisten halten ein Banner mit der Aufschrift "BAUSTOPP JETZT!" bei einem Protest.
20 Aktivisten protestieren gegen das geplante Google-Rechenzentrum. Ein sofortiger Baustopp wird gefordert. © Team Fotokerschi

Im Mittelpunkt der Kritik stehen der aus Sicht der Initiative hohe Boden- und Energieverbrauch großer Rechenzentren sowie der benötigte Kühlwasserbedarf. Die Gegner befürchten außerdem, dass solche Großprojekte langfristig Auswirkungen auf die Strompreise haben könnten.

Proteste vor allem gegen die 2. Ausbaustufe

Der Protest richtet sich vor allem gegen die zweite Ausbaustufe des Google-Rechenzentrums in Kronstorf. Ende Juli wurden bei der Gemeinde und der Bezirkshauptmannschaft die entsprechenden Anträge für die gewerberechtliche Genehmigung eingebracht. Insgesamt hat Google in Kronstorf vor Jahren rund 50 Hektar Betriebsbaugebiet erworben. Auf dem Areal soll ein großer Google-Campus entstehen.

Die Initiative fordert nicht nur einen Baustopp für das Projekt in Kronstorf, sondern generell für weitere geplante Rechenzentren in Österreich. Zudem verlangt sie die Offenlegung der Baupläne und mehr Transparenz darüber, wofür die Anlagen künftig eingesetzt werden sollen. Attac unterstützt die Forderungen und spricht sich für eine stärkere demokratische Kontrolle digitaler Infrastruktur aus.

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