FPÖ-Generalsekretär

Wirbel nach oe24-Bericht: "Sobotka muss sich erklären"

Wolfgang Sobotka winkt bei einer Sitzung im Parlament vor einer Holzpaneelwand.
© APA/ROLAND SCHLAGER
Hafenecker fordert jetzt Aufklärung.
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FPÖ-Generalsekretär und Fraktionsführer im Pilnacek-U-Ausschuss Christian Hafenecker fordert Aufklärung. Wie von oe24 berichtet, saß Ex-Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) am Freitag bei einer Veranstaltung der TU Wien. Das Brisante daran: Nur einen Tag zuvor sagte er als Auskunftsperson für den U-Ausschuss ab - krankheitsbedingt.

Die Krankschreibung gab es übrigens von einem Musiker-Kollegen Sobotkas, der im Brotberuf Arzt ist. Zum Zeitpunkt der Erkrankung war die Ordination zudem geschlossen. Eine oe24-Anfrage bei Sobotka - er ist mittlerweile Präsident der Politischen Akademie der ÖVP (Campus Tivoli) - blieb vorerst unbeantwortet.

Video zum Thema

Sobotka: Ein Tag nach Fehlen im U-Ausschuss saß er bei Veranstaltung


© oe24


"Bemerkenswert dichtes Programm"

FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker fordert nun jedenfalls Aufklärung. "Wolfgang Sobotka hat ein bemerkenswert dichtes Programm für jemanden, der dem Parlament eine halbe Stunde vor seiner Befragung per Sekretärin ausrichten lässt, dass er krank ist“, so Hafenecker. Der Freiheitliche verweist auf eine Veranstaltung am Sonntag, bei der der frühere Parlamentschef gewesen sein soll. Ein Foto auf dem Facebook-Account von "Kirche bunt" zeigt Sobotka bei dem Event.

Wolfgang Sobotka sitzt mit Handy in der Hand auf einem Stuhl bei einer Veranstaltung.
Wolfgang Sobotka bei der "Gödel Lecture" am Freitagabend in der TU Wien. © bluesky

"Wer am Donnerstag nicht vor den Ausschuss kann und am Sonntag Festreden hält, der muss das erklären. Bisher schweigt Sobotka – auch gegenüber den Medien“, so der FPÖ-Politiker. Gleichzeitig hält er fest: „Krank werden kann jeder, und wer krank ist, dem wünschen wir gute Besserung."

Hafenecker will Sobotka erneut laden

Hafenecker kündigt bereits an, Sobotka erneut zu laden. Nachsatz: "Und sollte Sobotka wieder nicht erscheinen, folgen der Antrag auf Beugestrafe beim Bundesverwaltungsgericht und notfalls die Vorführung."

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