Wenn schmucke Lichterketten die Straßen erhellen und der Duft von Langos, Maroni sowie Punsch durch die Stadt zieht, hält in Wien die Weihnachtssaison Einzug. Auch heuer verwandeln 15 Christkindl- und Adventmärkte die Bundeshauptstadt wieder in ein Zentrum für Genuss, Kunsthandwerk und Geschenkideen. Insgesamt wurden 814 Stände bewilligt, davon 198 im Gastronomiebereich. Die ersten Märkte haben schon an diesem Wochenende ihre Tore geöffnet, bis zum 20. November wird das Angebot dann nahezu komplett sein.
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2026 bringt allerdings ein Novum mit sich: Die Polizei setzt erstmals auf Drohnen, um die Sicherheit der Märkte zu gewährleisten, wie das Innenministerium offiziell mitteilte. Drohnen seien "Teil einer modernen Einsatzstrategie" und würden einen besseren Überblick über große Menschenansammlungen ermöglichen, heißt es: "Sie unterstützen die frühzeitige Erkennung möglicher Gefahren und erleichtern die Koordination der Einsatzkräfte."
Der Exekutive sei durchaus bewusst, dass von Drohnen auch eine potenzielle Gefahr für Weihnachtsmärkte ausgehen kann. Eine Novelle des Luftfahrtgesetzes bietet den Landespolizeidirektionen die rechtliche Grundlage, um bei einer entsprechenden Gefährdungseinschätzung zeitlich befristete Drohnenflugverbotszonen einrichten zu können. Bei Bedarf könnte auch das Einsatzkommando Cobra mit seinen spezialisierten technischen Fähigkeiten zum Einsatz kommen, um rechtswidrige oder missbräuchliche Drohneneinsätze zu unterbinden.
Aktuell keine Bedrohung
Das Innenministerium gibt allerdings Entwarnung: Aktuell gebe es keine konkreten Hinweise auf Bedrohungen rund um Weihnachtsmärkte oder Advent-Veranstaltungen in Österreich. Die Polizei wird aber insbesondere auf Weihnachtsmärkten und Veranstaltungen an stark frequentierten öffentlichen Plätzen Präsenz zeigen. Neben zivilen Beamtinnen und Beamten des Verfassungsschutzes werden auch entsprechend ausgerüstete Polizeieinheiten im Einsatz sein.
"Kein Weihnachtsmarkt ist wie der andere", stellte in diesem Zusammenhang der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Franz Ruf, fest. Deshalb setze man "auf gezielte, an die örtlichen Gegebenheiten angepasste Sicherheitsmaßnahmen. Unsere Polizistinnen und Polizisten sind darauf vorbereitet, mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen und rasch zu handeln."
Indes warnt das Bundeskriminalamt vor Taschen- und Trickdieben, die in der Vorweihnachtszeit das Gedränge auf Advent- und Weihnachtsmärkten, aber auch in Einkaufsstraßen nutzen, um auf Beutefang zu gehen. Häufig werden Opfer durch Anrempeln, verschüttete Getränke oder gezieltes Ansprechen abgelenkt. Wertsachen sollten möglichst nah am Körper getragen sowie Taschen und Rucksäcke verschlossen und auf der Körpervorderseite getragen werden, rät das Bundeskriminalamt. Zudem wird empfohlen, nur wenig Bargeld mitzuführen. Im Fall eines Diebstahls sollten umgehend die Polizei verständigt und gestohlene Bank-, Kredit- und SIM-Karten unverzüglich gesperrt werden.
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