Leitl bewertet Konjunkturpakete nur mit "gut"
Im Detail ist laut aktuellem Consumer Confidence Barometer der GfK der Anteil der Bevölkerung, der die wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten wesentlich oder zumindest etwas besser einschätzt, zwischen April und Juni dieses Jahres von 18 auf 22 Prozent gestiegen. Die Gruppe der Pessimisten hat sich von 60 auf 49 Prozent verkleinert. Unter dem Strich befindet sich der Saldo allerdings nach wie vor deutlich im Minus.
Skeptisch beurteilt wird vor allem der Arbeitsmarkt. In der Folge reagieren die Österreicher mit vermehrtem Sparen, also mit Konsumzurückhaltung. "Wenn ich den Leuten einrede, dass alles schlecht ist, ist es kein Wunder, dass sie das Geld aufs Sparbuch legen", so WKÖ-Chef Leitl im "WirtschaftsBlatt" über den vorgezeichneten Teufelskreis von weniger Nachfrage, die in geringerer Produktion und schließlich dem möglichen Abbau von Jobs mündet. Man müsse Zuversicht vermitteln. Österreich habe derzeit die "zweitbeste Beschäftigungssituation aller Zeiten."
Die Regierung werde bei den konjunkturellen Anreizen noch die eine oder andere Feinabstimmung durchführen müssen. Unter anderem will Leitl im Herbst neue Ideen für die Jugendbeschäftigung einbringen, konkret ein Jobsharing-Modell für jene, die nach der Ausbildung keine Stelle finden.
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