Vereinte Nationen

UNO: Stocker will KI-Zentrum nach Wien holen

Christian Stocker im blauen Anzug bei seiner Ankunft zum EU-Gipfel im Europa-Gebäude in Brüssel.
© IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Österreich will ein internationales Zentrum für die Zusammenarbeit im Bereich der Künstlichen Intelligenz unter dem Dach der Vereinten Nationen in Wien verankern.
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Den Vorschlag von Bundeskanzler Christian Stocker hat Staatssekretär Alexander Pröll (beide ÖVP) am Mittwoch beim "High-Level Virtual Meeting on the Control of Frontier AI Models" eingebracht, das auf Initiative der Regierungschefs von Finnland und Norwegen stattfindet.

Ein KI-Zentrum unter dem Dach der Vereinten Nationen könne eine zentrale Rolle einnehmen, Menschen Ängste vor Künstlicher Intelligenz zu nehmen und Sicherheit zu geben, begründete Stocker die Initiative. Als UN-Amtssitz wäre Wien dafür der ideale Standort. "Wir wollen einen Ort schaffen, an dem Menschen aus der ganzen Welt gemeinsam daran arbeiten, das Potenzial von KI auszuloten, ihre Risiken zu verstehen und ihre Zukunft mitzugestalten", meinte der Kanzler laut einer Aussendung.

Ein Mann im Anzug steht vor einem hellen Hintergrund mit gelbem Vorhang.
Alexander Pröll. © APA/ROLAND SCHLAGER

"KI-Rede" am 19. November

Kein Staat könne die Herausforderungen durch den Fortschritt bei KI alleine bewältigen, meinte auch Pröll. "Die Weichen für die globale KI-Governance werden jetzt gestellt, und Österreich will diesen Prozess aktiv mitgestalten", betonte der für das Thema zuständige Staatssekretär. Pröll war erst vor Kurzem beauftragt worden, eine neue KI-Strategie für Österreich zu entwickeln. Für den 19. November plant er zudem eine "KI-Rede" in der Nationalbibliothek unter dem Titel "Kipppunkt".

Eine Frau spricht bei einer Pressekonferenz vor einer rot-weiß-roten Flagge.
Beate Meinl-Reisinger. © APA/TOBIAS STEINMAURER

Auch Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) betonte den Stellenwert Künstlicher Intelligenz, die das Zusammenleben, aber auch die Sicherheitspolitik grundlegend verändern werde. KI biete aber auch "enorme Chancen für die wirtschaftliche Entwicklung, den wissenschaftlichen Fortschritt und eine effizientere Verwaltung". Gleichzeitig dürfe man nicht zulassen, dass KI zu einem Instrument automatisierter Kriegsführung wird und "Maschinen statt Menschen über Leben und Tod entscheiden".

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